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Kinderbibelprojekt

Karte 30 · Mose und Mirjam · Altes Testament

Wasser aus dem Felsen

2. Mose 17,1–7 ca. 4 Min. Vorlesezeit

Darum geht’s: Gott hört zu, wenn wir beten

Geschichte

Szene 1: Der Junge Rafael kniet neben seiner braunen Ziege Mimi mit dem weißen Fleck auf der Stirn, die müde den Kopf hängen lässt; die Mutter hält einen leeren Wasserkrug.

Rafael war sechs Jahre alt, und er hatte eine Ziege. Sie hieß Mimi, hatte ein braunes Fell mit einem weißen Fleck auf der Stirn, und sie lief ihm überallhin nach, sogar durch die ganze Wüste.

Aber jetzt lief Mimi nicht mehr. Sie stand da, mit hängendem Kopf, und meckerte ganz leise.

„Sie hat Durst“, sagte Rafael zu seiner Mama. „Ich hab auch Durst.“

Die Mama schüttelte den Wasserkrug. Er war leer. Schon seit gestern.

Das Volk Israel war an einen Ort gekommen, der Refidim hieß. Dort gab es Sand und Steine und Felsen. Aber kein Wasser. Keinen Brunnen, keinen Bach, keine Quelle. Nicht einen Tropfen.

Die Sonne brannte. Die Kinder weinten. Die Tiere lagen erschöpft im Schatten der Felsen.

Szene 2: Wütende Menschen rufen und gestikulieren vor Mose; Rafael versteckt sich hinter seiner Mutter.

Und die Erwachsenen wurden wütend.

Sie liefen zu Mose und schrien ihn an. „Gib uns Wasser!“, riefen sie. „Warum hast du uns hierhergebracht? Damit wir in der Wüste verdursten? Wir wären lieber in Ägypten geblieben!“

Sie ballten die Fäuste. Einige hoben sogar Steine auf.

Rafael versteckte sich hinter seiner Mama. So wütend hatte er die Großen noch nie gesehen.

Mose stand ganz allein vor all den schreienden Menschen. Er hatte selber Durst. Er wusste nicht, was er tun sollte.

Szene 3: Mose steht abseits von den Leuten und hebt betend beide Hände zum Himmel; Rafael schaut aus der Ferne zu.

Da drehte Mose sich um. Er ging ein paar Schritte weg von den Leuten, hob die Hände zum Himmel und betete. Laut.

„Gott!“, rief er. „Was soll ich nur mit diesem Volk machen? Sie haben Durst. Die Kinder haben Durst. Die Tiere haben Durst. Und ich weiß nicht mehr weiter. Bitte hilf uns!“

Rafael schaute zu Mose hinüber. Mose stand da mit erhobenen Händen und wartete.

Und Gott antwortete.

„Mose“, sagte Gott, „nimm deinen Stab. Nimm ein paar von den Ältesten mit. Geh zu dem großen Felsen da vorne, am Berg Horeb. Ich werde dort auf dem Felsen stehen. Schlag mit dem Stab dagegen. Dann wird Wasser herauskommen.“

Szene 4: Mose steht mit erhobenem Hirtenstab vor einem riesigen grauen, trockenen Felsen, hinter ihm ältere Männer und neugierige Leute.

Mose nahm seinen Hirtenstab. Den gleichen Stab, den er über das Meer gehalten hatte. Er ging zu dem großen Felsen. Die Ältesten gingen mit, und viele Leute liefen neugierig hinterher. Rafael auch, mit Mimi an der Leine.

Der Felsen war grau und riesig und staubtrocken. Nicht mal Moos wuchs darauf.

Mose hob den Stab. Und schlug gegen den Felsen.

Einen Moment lang passierte nichts.

Szene 5: Klares Wasser sprudelt aus dem Felsen; Rafael kniet davor und trinkt lachend, die Ziege Mimi schlabbert daneben.

Dann gluckste es. Dann plätscherte es. Und dann sprudelte es heraus: Wasser! Kaltes, klares Wasser! Es schoss aus dem Felsen wie aus einem Brunnen und floss über die Steine und sammelte sich in einem kleinen See.

Die Leute schrien vor Freude. Sie rannten zum Wasser, sie tranken mit den Händen, sie füllten ihre Krüge.

Rafael kniete sich hin und trank und trank. Und Mimi steckte ihre ganze Schnauze ins Wasser und schlabberte so laut, dass Rafael lachen musste. Das Wasser tropfte ihr vom Bart.

Szene 6: Am Abend sitzt Rafael mit der Ziege Mimi und seiner Mutter an einem kleinen Feuer vor dem Zelt.

Am Abend saß Rafael mit Mimi am Feuer. „Mama“, sagte er, „Mose hat gebetet. Und Gott hat zugehört.“

„Ja“, sagte die Mama. „Gott hört zu, wenn wir beten. Immer.“

Bibelvers

„Mose rief zu Gott. Und Gott antwortete ihm.“

nach 2. Mose 17,4–5

Zum Weiterreden

Für Eltern: Fragt nach und hört zu. Es gibt keine falschen Antworten.

  1. Frage 1: Was glaubst du: Wie hat sich Mose gefühlt, als alle ihn angeschrien haben?
  2. Frage 2: Warum ist Mose wohl ein paar Schritte weggegangen, um zu beten?
  3. Frage 3: Worum möchtest du Gott heute bitten?

Gebet

Lieber Gott,
Mose hat dich gerufen, und du hast ihm geantwortet.
Wenn ich zu dir bete, hörst du mir zu.
Danke dafür.
Amen.

Ausmalbild

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Zum Ausdrucken auf A4 (hochkant) – und dann ran an die Stifte!

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