Karte 5 · Schöpfung · Altes Testament
Gott macht den Menschen
1. Mose 1,26–31; 2,7.18–23 ca. 3 Min. Vorlesezeit
Darum geht’s: Gott hat jeden lieb, so wie er ist
Geschichte
Die Welt war fertig. Fast. Es gab das Licht und das Meer und die Blumen. Es gab die Sonne und die Sterne. Es gab Fische und Vögel und alle Tiere, vom Wal bis zum Marienkäfer.
Aber Gott fehlte noch jemand.
„Jetzt mache ich einen Menschen“, sagte Gott. „Einen, der mir ähnlich ist. Mit dem ich reden kann. Den ich liebhaben kann.“
Gott kniete sich auf die Erde. Er nahm feuchten, weichen Lehm in seine Hände und formte ihn, ganz sorgfältig, so wie du, wenn du mit Knete etwas baust. Zwei Arme. Zwei Beine. Einen Kopf. Zehn Finger und zehn Zehen. Zwei Ohren, zwei Augen, eine Nase und einen Mund.
Dann beugte Gott sich über ihn und blies ihm seinen Atem in die Nase. Ganz sanft.
Und der Mensch holte Luft. Er bewegte die Finger. Er wackelte mit den Zehen. Und dann schlug er die Augen auf.
Das Allererste, was er sah, war Gottes Gesicht. Und Gott lächelte ihn an.
Der Mensch hieß Adam. Und Gott gab ihm einen Garten, so schön, wie du ihn dir nur vorstellen kannst. Mit Bäumen voller Früchte, mit einem Bach, in dem man plantschen konnte, und mit Tieren, die gar keine Angst hatten.
Adam lief durch den Garten und gab den Tieren Namen. „Du bist ein Löwe“, sagte er. „Du bist ein Esel. Und du, du bist ein Igel, weil du so pikst.“
Es machte großen Spaß. Aber abends, als Adam unter einem Baum saß, fühlte er sich komisch. Die Löwen hatten Löwen. Die Esel hatten Esel. Nur er hatte niemanden, der so war wie er.
Gott sah, wie Adam da saß. Und Gott sagte: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist.“
Da machte Gott noch einen Menschen. Eine Frau. Sie hieß Eva.
Als Adam aufwachte und Eva sah, sprang er hoch. „Endlich!“, rief er. „Endlich eine wie ich!“
Aber dann schaute er genauer hin. Eva war doch nicht ganz wie er. Sie hatte andere Haare. Eine andere Stimme. Sie lachte anders. Sie mochte andere Früchte lieber.
„Sie ist anders als ich“, sagte Adam zu Gott. „Ist das schlimm?“
„Nein“, sagte Gott. „Ich habe sie genau so gemacht, wie sie ist. Und dich genau so, wie du bist. Und ich habe euch beide lieb.“
Dann schaute Gott sich alles an, was er gemacht hatte. Das Licht und das Meer. Die Sterne und die Tiere. Und Adam und Eva, die zusammen im Gras saßen und lachten.
Da sagte Gott nicht nur „gut“ wie an den anderen Tagen. Da sagte Gott: „Das ist sehr gut!“
Gott hat jeden Menschen gemacht. Dich auch. Mit deinen Haaren und deiner Stimme und deinem Lachen. Und Gott hat dich lieb, genau so, wie du bist.
Bibelvers
„Gott sah alles an, was er gemacht hatte, und siehe: Es war sehr gut.“
Zum Weiterreden
Für Eltern: Fragt nach und hört zu. Es gibt keine falschen Antworten.
- Frage 1: Was glaubst du: Wie hat sich Adam gefühlt, als er zum ersten Mal Gottes Gesicht gesehen hat?
- Frage 2: Was ist an dir ganz besonders – etwas, das nur du so hast?
- Frage 3: Wem möchtest du heute sagen: „Gut, dass es dich gibt“?
Gebet
Lieber Gott,
du hast mich gemacht,
mit meinen Händen, meinen Füßen und meinem Lachen.
Danke, dass du mich lieb hast, so wie ich bin.
Amen.
Ausmalbild
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