Karte 43 · David · Altes Testament
David und der große Goliat
1. Samuel 17 ca. 4 Min. Vorlesezeit
Darum geht’s: Auch Kleine und Schwache können Großes bewirken
Geschichte
In einem Tal standen sich zwei Heere gegenüber. Auf dem einen Hügel lagerten die Leute von König Saul, das Volk von Gott. Auf dem anderen Hügel lagerten die Philister. Und unten zwischen ihnen floss ein kleiner Bach.
Jeden Morgen trat bei den Philistern ein Mann hervor. Er hieß Goliat, und er war so groß wie zwei Männer übereinander. Seine Rüstung blitzte in der Sonne, und sein Speer war dick wie ein Balken.
„Na, wer traut sich?“, brüllte er herüber, dass es im ganzen Tal dröhnte. „Wer kämpft mit mir? Keiner? Ihr Angsthasen!“
Den Soldaten von Saul zitterten die Knie. Keiner rührte sich. Sogar König Saul blieb in seinem Zelt und schaute nur durch einen Spalt hinaus.
Da kam ein Junge über das Feld. Er trug einen Beutel mit Brot und Käse, den sollte er seinen großen Brüdern bringen. Das war David, der Hirtenjunge.
David hörte Goliat brüllen und blieb stehen. Er sah den Riesen an. Dann sah er die Soldaten an, die alle zu Boden schauten.
„Warum darf der so reden?“, fragte David. „Wir gehören doch zu Gott! Dann gehe eben ich hin.“
Sie brachten ihn zu König Saul. Der musste lachen, als er David sah. „Du? Du bist doch noch ein Kind!“
David wurde nicht einmal rot. „Ich hüte die Schafe von meinem Vater“, sagte er. „Einmal kam ein Löwe und einmal ein Bär. Ich hatte Angst. Aber Gott hat mich beschützt. Er wird mich auch jetzt beschützen.“
Da gab Saul ihm seine eigene Rüstung. David schlüpfte hinein. Der Helm rutschte ihm über die Augen. Das Schwert schleifte am Boden. Er machte einen Schritt, und alles schepperte.
„Ich kann mich ja gar nicht bewegen“, sagte David. „Das bin nicht ich.“ Und er zog alles wieder aus. „Ich gehe so, wie ich bin.“
Er nahm nur seinen Hirtenstab. Am Bach kniete er sich hin und suchte fünf Steine aus dem Wasser, glatt und rund und kühl. Die steckte er in seine Tasche.
Dann nahm er seine Schleuder in die Hand. Das war ein Lederband. Wenn man es über dem Kopf wirbelt und loslässt, fliegt der Stein weit hinaus. So ging David dem Riesen entgegen.
Goliat lachte, dass sein Helm wackelte. „Ein Kind mit einem Stock? Bin ich etwa ein Hund? Komm nur her, du Winzling!“
David war so klein vor ihm. Sein Herz schlug schnell. Aber er blieb stehen und rief mit heller Stimme:
„Du kommst mit Schwert und Speer. Ich komme mit Gott! Heute werden alle sehen: Nicht das Schwert macht stark. Gott hilft!“
Er legte einen Stein in die Schleuder. Er schwang sie im Kreis, einmal, zweimal, und ließ los. Der Stein sauste durch die Luft und traf Goliat mitten an der Stirn.
Der Riese schwankte. Dann kippte er um wie ein großer Baum und blieb liegen.
Einen Augenblick lang war es ganz still im Tal. Dann jubelten die Leute von Saul los. „David hat es geschafft! Der kleine David!“ Sie hoben ihn auf ihre Schultern. Und die Philister rannten davon, so schnell sie konnten.
Der Kleinste hatte den Größten besiegt. Nicht, weil er stärker war. Sondern weil Gott mit ihm war. Auch wer klein ist, kann mit Gott etwas Großes schaffen.
Bibelvers
„Du kommst zu mir mit Schwert und Speer. Ich aber komme im Namen Gottes.“
Zum Weiterreden
Für Eltern: Fragt nach und hört zu. Es gibt keine falschen Antworten.
- Frage 1: Was glaubst du: Warum hat David die schwere Rüstung wieder ausgezogen?
- Frage 2: Warum hatte David keine Angst, obwohl alle anderen gezittert haben?
- Frage 3: Was ist für dich so groß wie ein Riese? Was würde David dir sagen?
Gebet
Lieber Gott,
David war klein, aber du warst mit ihm.
Wenn mir etwas riesengroß vorkommt,
dann sei auch mit mir.
Amen.
Ausmalbild
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