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Kinderbibelprojekt

Karte 47 · David · Altes Testament

„Der Herr ist mein Hirte“

Psalm 23 ca. 4 Min. Vorlesezeit

Darum geht’s: Gott sorgt für uns und gibt uns, was wir brauchen

Geschichte

Szene 1: Morgens bei Betlehem: Der Hirtenjunge David öffnet das Gatter des Pferchs, die Schafe drängen heraus.

Das hier ist eine Geschichte aus der Zeit, als David noch ein Hirtenjunge war. Lange bevor er König wurde.

Jeden Morgen, wenn die Sonne gerade über die Hügel von Betlehem kroch, öffnete David das Gatter des Pferchs. So heißt der eingezäunte Platz, auf dem die Schafe nachts sicher zusammenstehen. Und dann kamen sie heraus. Seine Schafe. Große und kleine, dicke und dünne, weiße und eins, das ganz schwarz war. Sie drängelten und blökten und schubsten sich.

Szene 2: Das kleinste Lamm Flöckchen mit wolkigem Fell und wackeligen Beinen tapst als letztes hinterher.

Und ganz hinten kam Flöckchen. Das kleinste Lamm von allen. Es hatte ein Fell wie eine Wolke und Beine, die noch ein bisschen wackelig waren.

„Kommt!“, rief David. Und er ging voraus.

Szene 3: David führt die Schafe über die Hügel auf eine saftig grüne Wiese, auf der sie zufrieden grasen.

Er wusste genau, wo das beste Gras wuchs. Er führte die Schafe über einen Hügel, dann einen zweiten, bis zu einer Wiese, auf der das Gras so grün und saftig war, dass die Schafe vor Freude die Köpfe schüttelten. Sie fraßen und fraßen. Flöckchen legte sich mittendrin ins weiche Gras und schlief ein.

Szene 4: Die Schafe trinken an einer ruhigen, stillen Stelle des Bachs; David steht daneben.

Dann führte David sie zum Bach. Aber nicht zu der Stelle, wo das Wasser wild über die Steine sprudelte. Schafe haben Angst vor wildem Wasser. Er führte sie zu einer Stelle, wo der Bach ganz ruhig war, wie ein kleiner Teich. Und die Schafe tranken in Ruhe.

Szene 5: David führt die Schafe durch ein tiefes, enges Tal mit steilen, dunklen Felswänden; die Schafe drängen sich eng zusammen.

Am Nachmittag mussten sie zurück. Und der Weg ging durch ein Tal. Ein tiefes, enges Tal mit steilen, dunklen Felswänden. Hier kam kaum Sonne hin. Es war kühl und schattig und still. Zu still.

Die Schafe drängten sich eng zusammen. Flöckchen zitterte.

Szene 6: Hoch oben auf dem Felsen der Schatten eines heulenden Wolfs; unten schauen die Schafe ängstlich hinauf, Flöckchen zittert.

Und dann hörten sie es. Ein Heulen. Weit oben auf den Felsen.

Ein Wolf.

Szene 7: David steht ruhig und mutig mit erhobenem Hirtenstab vor seinen Schafen, die sich an ihn drängen.

Die Schafe blökten ängstlich. Aber David blieb ganz ruhig. Er hob seinen langen Hirtenstab. Mit dem krummen Ende konnte er ein Schaf zurückholen, wenn es sich verlaufen hatte. Und mit dem Stock konnte er den Wolf vertreiben. Er klopfte damit fest auf den Boden, dass es laut durch das ganze Tal hallte.

„Keine Angst“, sagte David zu seinen Schafen. „Ich bin da.“

Und die Schafe hörten seine Stimme. Sie kannten seine Stimme. Und sie wurden ruhig. Sogar Flöckchen hörte auf zu zittern.

Das Heulen wurde leiser. Der Wolf war weg.

Szene 8: David tupft Flöckchen behutsam Öl auf einen kleinen Kratzer am Kopf.

Als sie abends beim Pferch ankamen, sah David, dass Flöckchen einen Kratzer am Kopf hatte. Von einem Dornbusch. Er nahm etwas Öl aus seinem Fläschchen und strich es ganz sanft auf die Wunde. Dann füllte er den Trinkbecher bis zum Rand, so voll, dass es überlief, und ließ Flöckchen daraus trinken.

Szene 9: Abends am Feuer: David sitzt mit seiner Harfe bei den schlafenden Schafen, Flöckchen kuschelt sich an ihn, darüber der Sternenhimmel.

Und dann setzte David sich ans Feuer und schaute seinen Schafen beim Schlafen zu. Er nahm seine Harfe, und er dachte nach.

„So wie ich für meine Schafe sorge“, dachte er, „so sorgt Gott für mich.“

Und dann schrieb er ein Lied. Ein Lied, das die Menschen bis heute singen:

„Gott ist mein Hirte. Mir fehlt nichts. Er führt mich auf grüne Wiesen und zu ruhigem Wasser. Und wenn ich durch ein dunkles Tal gehe, habe ich keine Angst. Denn du bist bei mir.“

Gott sorgt für uns. Wie ein guter Hirte für seine Schafe. Er gibt uns, was wir brauchen.

Bibelvers

„Der Herr ist mein Hirte. Mir wird nichts fehlen.“

nach Psalm 23,1

Zum Weiterreden

Für Eltern: Fragt nach und hört zu. Es gibt keine falschen Antworten.

  1. Frage 1: Was glaubst du: Warum hat Flöckchen aufgehört zu zittern, als David gesprochen hat?
  2. Frage 2: Was ist für dich eine grüne Wiese – etwas, wo es dir richtig gut geht?
  3. Frage 3: Wenn Gott dein Hirte ist: Was bist dann du?

Gebet

Lieber Gott,
du bist mein Hirte.
Du gibst mir, was ich brauche,
und wenn es dunkel wird, bist du bei mir.
Amen.

Ausmalbild

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