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Kinderbibelprojekt

Karte 48 · David · Altes Testament

Salomo wünscht sich ein weises Herz

1. Könige 3,5–15 ca. 4 Min. Vorlesezeit

Darum geht’s: Gott hört zu, wenn wir beten

Geschichte

Szene 1: Der junge Salomo bekommt die Königskrone aufgesetzt; sie ist ihm etwas zu groß.

Salomo war der Sohn von König David. Und als David alt war und starb, wurde Salomo König.

Szene 2: Salomo sitzt klein und unsicher auf dem großen Thron, die schwere Krone rutscht ihm fast in die Stirn.

Aber Salomo fühlte sich gar nicht wie ein König. Er war noch jung. Er hatte die Krone auf dem Kopf, und sie war schwer. Er saß auf dem großen Thron, und seine Füße reichten kaum bis zum Boden.

Szene 3: Viele Menschen stehen mit ihren Sorgen und ihrem Streit vor dem jungen König Salomo.

Jeden Tag kamen Menschen zu ihm. Viele Menschen. Sie hatten Streit miteinander, und er sollte entscheiden, wer recht hatte. Sie hatten Sorgen, und er sollte ihnen helfen. Und Salomo wusste oft nicht, was er sagen sollte.

Szene 4: Salomo kniet abends auf einem Hügel und betet unter dem Abendhimmel.

Eines Abends ging Salomo nach Gibeon, um zu beten. Er betete lange. Dann legte er sich schlafen.

Szene 5: Salomo schläft; im Traum umgibt ihn warmes, goldenes Licht, und er setzt sich staunend auf.

Und in der Nacht hatte er einen Traum.

Gott kam zu ihm. Und Gott sagte etwas, womit Salomo überhaupt nicht gerechnet hatte.

„Salomo“, sagte Gott, „wünsch dir etwas. Was soll ich dir geben?“

Salomo setzte sich im Traum auf. Er durfte sich etwas wünschen? Von Gott? Irgendetwas?

Szene 6: Über dem träumenden Salomo schweben Gedankenbilder von Bergen aus Gold und funkelnden Schätzen.

Da fielen ihm tausend Dinge ein.

Er könnte sich Gold wünschen. Berge von Gold, so hoch wie der Palast. Er könnte sich wünschen, dass er ganz lange lebt, hundert Jahre, zweihundert Jahre. Er könnte sich wünschen, dass alle seine Feinde verschwinden. Er könnte sich den schönsten Palast der Welt wünschen, mit Brunnen im Garten und Pfauen auf dem Rasen.

Szene 7: Salomo denkt an die Menschen, die zu ihm kommen: Gedankenbilder von streitenden, traurigen und hilfesuchenden Menschen.

Aber dann dachte Salomo an die Menschen, die jeden Tag zu ihm kamen. An die, die Streit hatten. An die, die traurig waren. An die, die Hilfe brauchten.

„Gott“, sagte Salomo, „du warst so gut zu meinem Vater David. Und jetzt hast du mich zum König gemacht. Aber ich bin noch so jung. Ich fühle mich wie ein kleiner Junge, der nicht weiß, wo es langgeht. Und du hast mir so viele Menschen anvertraut.“

Er holte tief Luft.

Szene 8: Salomo legt beide Hände auf sein Herz, das warm und golden leuchtet; das Licht um ihn wird heller.

„Darum wünsche ich mir ein hörendes Herz“, sagte Salomo. „Ein Herz, das gut zuhören kann. Damit ich weiß, was gut ist und was nicht. Damit ich den Menschen helfen kann.“

Da war es ganz still im Traum.

Und dann merkte Salomo, dass Gott sich freute. Richtig freute.

„Salomo“, sagte Gott, „du hättest dir Gold wünschen können. Oder ein langes Leben. Oder dass deine Feinde verschwinden. Aber du hast an die anderen gedacht. Darum gebe ich dir, worum du gebeten hast. Ich schenke dir ein weises und hörendes Herz, so wie es noch keiner hatte. Und weil du dir das gewünscht hast, schenke ich dir auch noch das, worum du nicht gebeten hast. Reichtum und Ehre, so viel wie kein anderer König.“

Szene 9: Am Morgen sitzt Salomo ruhig im Sonnenlicht, die Hand auf dem Herzen; am Fenster singen Vögel.

Da wachte Salomo auf. Die Sonne ging gerade auf, und die Vögel sangen. Er setzte sich auf und legte die Hand auf sein Herz.

Er fühlte sich anders. Ruhiger. Klarer.

Szene 10: König Salomo beugt sich freundlich vor und hört zwei Menschen ganz aufmerksam zu.

Und als am nächsten Tag die Menschen zu ihm kamen, hörte Salomo ihnen zu. Ganz genau. Und er wusste, was er sagen sollte.

Salomo hatte zu Gott gebetet. Und Gott hatte ihn gehört. Und ihm sogar noch mehr geschenkt.

Gott hört zu, wenn wir beten.

Bibelvers

„Gib mir ein hörendes Herz, damit ich weiß, was gut ist.“

nach 1. Könige 3,9

Zum Weiterreden

Für Eltern: Fragt nach und hört zu. Es gibt keine falschen Antworten.

  1. Frage 1: Wenn Gott zu dir sagen würde: „Wünsch dir was!“ – was würdest du dir wünschen?
  2. Frage 2: Was glaubst du: Was ist ein hörendes Herz?
  3. Frage 3: Warum hat sich Gott so über Salomos Wunsch gefreut?

Gebet

Lieber Gott,
Salomo hat dich um ein hörendes Herz gebeten.
Schenk mir auch ein Herz, das gut zuhören kann.
Danke, dass du mich hörst, wenn ich bete.
Amen.

Ausmalbild

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Zum Ausdrucken auf A4 (hochkant) – und dann ran an die Stifte!

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