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Kinderbibelprojekt

Karte 49 · Elia und Elisa · Altes Testament

Die Raben bringen Elia Brot

1. Könige 17,1–7 ca. 4 Min. Vorlesezeit

Darum geht’s: Gott sorgt für uns und gibt uns, was wir brauchen

Geschichte

Elia war ein Prophet. So nennt man einen Menschen, der den anderen weitersagt, was Gott ihm sagt. Auch wenn es schwer ist. Auch wenn man sich dafür etwas trauen muss.

Und Elia musste sich etwas trauen. Er musste zu König Ahab gehen. König Ahab wollte von Gott nichts wissen, und er tat viel Böses.

Elia stand vor dem Thron, und sein Herz klopfte. „Gott lässt dir sagen: Es wird nicht mehr regnen“, sagte er. „Lange Zeit. Kein Tropfen.“

Der König wurde rot vor Zorn. „Was?! Schafft mir diesen Mann aus den Augen!“

Da sagte Gott zu Elia: „Geh fort von hier. Geh zum Bach Krit und versteck dich dort. Aus dem Bach kannst du trinken. Und die Raben werden dir zu essen bringen.“

„Die Raben?“, dachte Elia. Raben waren doch schwarze, freche Vögel. Die stibitzten selber, was sie finden konnten. Und ausgerechnet die sollten ihm etwas bringen?

Aber Elia ging. Er ging den ganzen langen Weg, bis er zu dem Bach kam. Es war still dort. Kein Haus, kein Mensch. Nur das Wasser, das über die Steine gluckerte.

Elia kniete sich hin und trank aus der hohlen Hand. Dann setzte er sich ans Ufer und wartete.

Es wurde Abend. Sein Magen fing an zu knurren. Elia sah sich um. Hier wuchs kein Brot. Hier gab es keinen Markt. Und niemand wusste, wo er war.

„Gott“, sagte er leise, „du hast es doch gesagt.“

Da hörte er etwas über sich. Krah! Krah!

Ein Rabe kam angeflogen, schwarz und glänzend. Und in seinem dicken Schnabel trug er etwas. Elia kniff die Augen zusammen. War das etwa … ein Brot?

Der Rabe flog genau über ihn und ließ es fallen. Elia streckte schnell die Arme aus und fing es auf. Ein Brot! Ein richtiges, frisches Brot!

Krah, krah! Da kam schon der zweite Rabe und setzte sich auf einen Ast. Der hatte ein Stück Fleisch im Schnabel und legte es vor Elia auf einen Stein.

Elia lachte laut. Er lachte so, dass die Raben die Köpfe schief legten. „Danke!“, rief er zu ihnen hinauf. „Und danke, Gott!“

Dann aß er, und es schmeckte ihm so gut wie noch nie etwas.

Am nächsten Morgen kamen die Raben wieder. Und am Abend auch. Und am nächsten Tag wieder, morgens und abends, jeden Tag.

Bald kannte Elia sie genau. Der eine hatte so ein feines, glattes Gefieder, den nannte er Herr Schwarzfrack. Die andere krächzte immer besonders laut, die hieß bei ihm Krah-Marie. Wenn sie ihr Brot abgeliefert hatten, hüpften sie noch ein bisschen auf den Steinen am Bach herum. Elia redete mit ihnen, und manchmal sah es aus, als hörten sie ihm zu.

So war Elia nicht mehr allein. Kein König fand ihn in seinem Versteck. Nur die Raben wussten, wo er war. Und Gott.

Am Abend lag Elia am Bach und schaute in die Sterne. Sein Bauch war satt. Das Wasser plätscherte.

„Gott hat mich nicht vergessen“, dachte er. „Hier draußen, wo es gar nichts gibt, deckt er mir den Tisch. Und er schickt dafür die Raben. Wer hätte das gedacht!“

Gott sorgt für uns und gibt uns, was wir brauchen. Manchmal tut er das auf eine Weise, mit der keiner rechnet.

Bibelvers

„Die Raben brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen und am Abend.“

nach 1. Könige 17,6

Zum Weiterreden

Für Eltern: Fragt nach und hört zu. Es gibt keine falschen Antworten.

  1. Frage 1: Was glaubst du: Wie hat Elia geguckt, als der erste Rabe mit dem Brot kam?
  2. Frage 2: Warum hat Gott gerade Raben geschickt – und nicht zum Beispiel Tauben?
  3. Frage 3: Wer bringt dir jeden Tag etwas zu essen? Wie könnten wir Danke sagen?

Gebet

Lieber Gott,
du hast Elia mit Raben Brot geschickt.
Du sorgst auch für mich,
manchmal auf ganz überraschende Weise.
Amen.

Ausmalbild

Ausmalbild zu „Die Raben bringen Elia Brot“ (Vorschau)

Zum Ausdrucken auf A4 (hochkant) – und dann ran an die Stifte!

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