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Kinderbibelprojekt

Karte 78 · Jesus unterwegs · Neues Testament

Jesus geht über das Wasser

Matthäus 14,22–33 ca. 4 Min. Vorlesezeit

Darum geht’s: Auf Gott vertrauen ist besser als sich selbst zu retten

Geschichte

Es war schon spät am Abend, als Jesus zu seinen Freunden sagte: „Fahrt schon mal voraus ans andere Ufer. Ich komme später nach.“ Dann stieg er allein auf einen Berg, um zu beten.

Die Freunde stiegen ins Boot und ruderten hinaus auf den See.

Zuerst war alles ruhig. Aber dann, mitten in der Nacht, kam Gegenwind auf. Er blies ihnen direkt ins Gesicht, so dass sie kaum vorwärtskamen. Die Wellen schlugen gegen das Boot, klatsch, klatsch, klatsch. Die Freunde ruderten und ruderten, bis ihnen die Arme brannten. Aber sie kamen kaum von der Stelle.

Es war sehr dunkel. Nur ein bisschen Mondlicht schimmerte zwischen den Wolken hindurch.

Und dann, ganz früh am Morgen, als der Himmel gerade anfing, grau zu werden, sah Johannes etwas.

„Da!“, flüsterte er und zeigte über das Wasser. „Da ist was!“

Alle drehten sich um. Da kam etwas auf sie zu. Über das Wasser. Eine Gestalt. Sie ging. Auf den Wellen.

„Ein Gespenst!“, schrie Andreas. „Ein Gespenst!“

Die Freunde schrien vor Angst. Sie klammerten sich aneinander. Einer ließ sein Ruder fallen.

Aber da rief die Gestalt: „Habt keine Angst! Ich bin es! Jesus!“

Die Freunde hörten auf zu schreien. Sie kannten diese Stimme.

Petrus beugte sich über den Rand des Bootes. Er kniff die Augen zusammen. „Herr, wenn du es wirklich bist“, rief er, „dann lass mich zu dir kommen. Über das Wasser.“

„Komm“, sagte Jesus.

Petrus schwang ein Bein über den Rand. Dann das andere. Die anderen hielten die Luft an.

Und dann stellte Petrus seine Füße auf das Wasser.

Und das Wasser hielt ihn.

Er stand! Auf dem Wasser! Es fühlte sich an wie ein schwankender, kalter Teppich unter seinen Fußsohlen. Petrus machte einen Schritt. Und noch einen. Er ging auf Jesus zu. Er schaute Jesus an und ging und ging.

Aber dann blies der Wind wieder stärker. Eine Welle klatschte gegen seine Beine. Und Petrus schaute weg von Jesus. Er schaute auf die Wellen. Auf den Wind. Auf das tiefe, schwarze Wasser.

Und er bekam Angst.

Und in dem Moment fing er an zu sinken. Erst bis zu den Knöcheln. Dann bis zu den Knien. Dann bis zum Bauch.

Petrus strampelte. Er ruderte mit den Armen. Er versuchte, sich selbst zu retten. Aber je mehr er strampelte, desto tiefer sank er.

„Herr!“, schrie er. „Rette mich!“

Und sofort streckte Jesus die Hand aus. Er packte Petrus am Arm, fest und sicher, und zog ihn hoch.

Petrus hing an Jesus' Arm, klatschnass und zitternd, und hustete Wasser.

„Warum hast du gezweifelt?“, fragte Jesus sanft. „Du hast doch schon so gut vertraut.“

Dann gingen sie zusammen zum Boot. Und als sie einstiegen, hörte der Wind auf. Einfach so.

Die Freunde im Boot fielen auf die Knie. „Du bist wirklich Gottes Sohn“, sagten sie.

Petrus hatte versucht, sich selbst zu retten. Das hat nicht geklappt. Aber als er zu Jesus gerufen hat, hat Jesus ihn gehalten.

Auf Gott vertrauen ist besser als sich selbst zu retten.

Bibelvers

„Herr, rette mich! Und sofort streckte Jesus die Hand aus und hielt ihn fest.“

nach Matthäus 14,30–31

Zum Weiterreden

Für Eltern: Fragt nach und hört zu. Es gibt keine falschen Antworten.

  1. Frage 1: Was glaubst du: Wie hat es sich angefühlt, auf dem Wasser zu stehen?
  2. Frage 2: Warum fing Petrus an zu sinken?
  3. Frage 3: Wann hast du schon mal gerufen „Hilfe!“, und jemand hat dich festgehalten?

Gebet

Lieber Gott,
Petrus hat gerufen: Rette mich!
Und Jesus hat ihn festgehalten.
Wenn ich Angst habe, halt du mich auch fest.
Amen.

Ausmalbild

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Zum Ausdrucken auf A4 (hochkant) – und dann ran an die Stifte!

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