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Kinderbibelprojekt

Karte 93 · Die ersten Christen: Petrus und Paulus · Neues Testament

Jesus geht zum Vater

Apostelgeschichte 1,1–11; Matthäus 28,20 ca. 3 Min. Vorlesezeit

Darum geht’s: Gott hält seine Versprechen

Geschichte

Nach Ostern war Jesus noch vierzig Tage lang bei seinen Freunden. Immer wieder kam er zu ihnen. Er aß mit ihnen. Er redete mit ihnen. Er erzählte ihnen von Gott und davon, wie es weitergehen würde.

Die Freunde waren so glücklich. Jesus war wieder da! Sie dachten: Jetzt bleibt alles für immer so.

Aber eines Tages sagte Jesus: „Kommt mit mir auf den Ölberg.“

Sie gingen zusammen hinaus aus Jerusalem, den Hang hinauf, zwischen den knorrigen Olivenbäumen hindurch. Oben war es windig. Man konnte weit schauen, über die ganze Stadt, bis zum Tempel mit seinem goldenen Dach.

Jesus blieb stehen. Er drehte sich zu seinen Freunden um.

„Ich muss jetzt zurück zu meinem Vater“, sagte er.

Die Freunde erschraken. „Nein!“, rief Petrus. „Du bist doch gerade erst wiedergekommen! Du kannst doch nicht schon wieder gehen!“

Jesus schaute jeden von ihnen an. Petrus und Johannes und Jakobus und Andreas und alle anderen. Er schaute sie lange an, so wie man jemanden anschaut, den man sehr lieb hat.

„Hört mir gut zu“, sagte er. „Ich verspreche euch etwas. Zwei Dinge.

Erstens: Bald schicke ich euch den Heiligen Geist. Gottes Kraft. Die wird in euch sein und euch Mut machen. Wartet in Jerusalem, bis sie kommt.

Und zweitens: Ich bin bei euch. Jeden Tag. Bis ans Ende der Welt. Auch wenn ihr mich nicht mehr seht.“

Dann hob Jesus die Hände und segnete sie.

Und während er sie segnete, wurde er hochgehoben. Langsam, ganz langsam, stieg er in die Luft. Höher und höher. Die Freunde schauten ihm nach, mit offenem Mund. Und dann kam eine Wolke, eine weiße, leuchtende Wolke. Sie hüllte Jesus ein. Und dann war er weg.

Die Freunde standen da und starrten in den Himmel. Sie starrten und starrten auf die Stelle, wo die Wolke gewesen war. Keiner rührte sich. Keiner sagte etwas.

Da standen auf einmal zwei Männer neben ihnen. In weißen, glänzenden Kleidern.

„Ihr Männer aus Galiläa“, sagten sie, „warum steht ihr da und schaut in den Himmel? Jesus ist zu Gott gegangen. Aber er kommt wieder. So, wie ihr ihn habt gehen sehen, so wird er wiederkommen.“

Die Freunde schauten sich an. Dann schauten sie noch einmal nach oben. Dann drehten sie sich um und gingen zurück nach Jerusalem.

Sie waren traurig, dass Jesus fort war. Aber sie waren nicht verzweifelt. Denn Jesus hatte ihnen etwas versprochen. Und sie wussten: Was Jesus verspricht, das hält er.

Also warteten sie. In einem Raum oben in einem Haus. Sie beteten zusammen. Jeden Tag. Und sie warteten auf das, was Jesus versprochen hatte.

Und weißt du was? Zehn Tage später kam es. Genau wie versprochen.

Gott hält seine Versprechen.

Bibelvers

„Ich bin bei euch alle Tage, bis ans Ende der Welt.“

nach Matthäus 28,20

Zum Weiterreden

Für Eltern: Fragt nach und hört zu. Es gibt keine falschen Antworten.

  1. Frage 1: Was glaubst du: Wie haben sich die Freunde gefühlt, als Jesus in der Wolke verschwunden ist?
  2. Frage 2: Was hat Jesus ihnen versprochen?
  3. Frage 3: Wie kann Jesus bei uns sein, obwohl wir ihn nicht sehen?

Gebet

Lieber Gott,
Jesus hat versprochen: Ich bin bei euch alle Tage.
Danke, dass du deine Versprechen hältst.
Danke, dass du auch heute bei mir bist.
Amen.

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