Zum Inhalt springen
Kinderbibelprojekt

Karte 54 · Jona · Altes Testament

Jona läuft weg

Jona 1 ca. 4 Min. Vorlesezeit

Darum geht’s: Gott bleibt bei uns, auch wenn wir Fehler machen

Geschichte

Es war einmal ein Mann, der hieß Jona. Eines Tages sagte Gott zu ihm:

„Jona, geh nach Ninive. Das ist eine große Stadt, und die Menschen dort sind böse zueinander. Geh hin und sag ihnen, dass es so nicht weitergehen kann.“

Jona hörte das, und er wollte nicht. Er wollte ganz und gar nicht.

„Nach Ninive? Ich?“, dachte er. „Die Leute dort kann ich nicht leiden. Nein. Da gehe ich nicht hin.“

Und Jona lief weg. Er lief genau in die andere Richtung, bis hinunter zum Hafen. Dort lag ein Schiff, das fuhr weit, weit fort über das Meer. Jona bezahlte und stieg ein.

Er kletterte ganz nach unten in den Bauch vom Schiff, wo es dunkel war und nach Holz und Teer roch. Dort rollte er sich zusammen.

„Hier findet mich Gott bestimmt nicht“, dachte Jona. Und er schlief ein.

Draußen aber fing der Wind an zu blasen. Erst nur ein bisschen. Dann immer stärker. Die Wellen wurden hoch wie Häuser. Das Schiff knarrte und ächzte, und es schaukelte so sehr, dass die Seeleute sich festhalten mussten.

„Hilfe!“, schrien sie. „Wir gehen unter!“

Sie warfen Kisten und Säcke ins Meer, damit das Schiff leichter wurde. Aber es half nichts.

Der Kapitän stieg hinunter und fand Jona. Er rüttelte ihn an der Schulter. „Wie kannst du nur schlafen? Steh auf und bete zu deinem Gott! Vielleicht hilft er uns!“

Jona kam an Deck. Der Wind riss an seinem Mantel, und das Wasser spritzte ihm ins Gesicht. Die Seeleute sahen ihn an.

„Wer bist du?“, fragten sie. „Und warum kommt dieser Sturm?“

Da wurde es Jona ganz elend zumute. Er sah die Männer, die solche Angst hatten. Und er wusste, dass es seine Schuld war.

„Ich gehöre zu Gott, der den Himmel und das Meer gemacht hat“, sagte er leise. „Und ich bin vor ihm weggelaufen. Ich wollte nicht tun, was er gesagt hat. Deshalb ist der Sturm da. Werft mich ins Meer, dann wird es wieder still.“

„Nein!“, riefen die Seeleute. Das wollten sie nicht. Sie ruderten, so fest sie konnten, um ans Land zu kommen. Aber der Sturm wurde nur noch wilder.

Da nahmen sie Jona, und sie waren sehr traurig dabei, und ließen ihn ins Wasser hinunter. Platsch.

Und im selben Augenblick wurde das Meer ruhig. Der Wind legte sich. Die Sonne kam heraus. Die Seeleute standen da und staunten.

Aber Jona? Jona sank im Wasser, tiefer und tiefer. Um ihn herum wurde es grün und dann dunkel.

„Jetzt bin ich ganz allein“, dachte er. „Ich bin von Gott weggelaufen. Jetzt will er bestimmt nichts mehr von mir wissen.“

Doch da kam etwas durchs Wasser geschwommen. Etwas Großes. Etwas Riesengroßes. Ein Fisch! Der machte sein Maul weit auf, und schwupp, war Jona drin.

Jetzt denkst du vielleicht: Oje, der arme Jona! Aber nein. Diesen Fisch hatte Gott geschickt. Im Bauch vom Fisch war es dunkel, aber Jona konnte atmen. Er ging nicht unter. Er war gerettet.

Jona saß da und begriff es langsam. Er war vor Gott weggelaufen, so weit er nur konnte. Und Gott? Gott war ihm nachgegangen. Über das ganze Meer und bis in die Tiefe hinunter.

Denn Gott hatte Jona lieb. Immer noch. Gott bleibt bei uns, auch wenn wir Fehler machen. Auch wenn wir weglaufen.

Bibelvers

„Gott schickte einen großen Fisch, der Jona verschlucken sollte.“

nach Jona 2,1

Zum Weiterreden

Für Eltern: Fragt nach und hört zu. Es gibt keine falschen Antworten.

  1. Frage 1: Was glaubst du: Warum wollte Jona nicht nach Ninive gehen?
  2. Frage 2: Kann man vor Gott weglaufen? Was meinst du?
  3. Frage 3: Was glaubst du: War der Fisch eine Strafe oder eine Rettung?

Gebet

Lieber Gott,
Jona ist vor dir weggelaufen,
aber du hast ihn nicht losgelassen.
Danke, dass du bei mir bleibst, auch wenn ich Fehler mache.
Amen.

Ausmalbild

Ausmalbild zu „Jona läuft weg“ (Vorschau)

Zum Ausdrucken auf A4 (hochkant) – und dann ran an die Stifte!

Ausmalbild drucken Herunterladen

Wie war die Geschichte?

Eure Rückmeldung hilft uns, Kinderbibelprojekt besser zu machen. Sie wird nicht veröffentlicht.